Adipositas: Zahlen und Fakten - Sinkende Lebenserwartung

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Lebenserwartung bei schwerer Adipositas

Im Durchschnitt reduziert Adipositas die Lebenserwartung um 6-7 Jahre. Ab einem BMI von 30 bis 35 sinkt sie um zwei bis vier Jahre, ab einem BMI von 40 sogar um zehn Jahre!

Das vorzeitige Todesfallrisiko steigt ab BMI 40 somit um 300 %!

Ganz abgesehen von der allgemeinen Einschränkung der Lebensqualität und den damit verbundenen physischen und psychischen Belastungen.
Auch die Gefahr der Berufsunfähigkeit, der gesellschaftlichen Isolation und der daraus folgenden Einsamkeit vergrößern das Leid der Betroffenen.

Aber auch die Folgen für das Sozial- und Gesundheitswesen sind gravierend:
Übergewicht ist eine der buchstäblich schwerwiegendsten wirtschaftlichen Belastungen für das Gesundheits- und Sozialsystem unmittelbar sowie mittelbar als Ursache zahlreicher Folgeerkrankungen, Arbeitsunfähigkeit bis hin zu Invalidität und Frühverrentung sowie anderer Auswirkungen.

  • Bereits 2006 berichtete die FAZ von einer Studie, nach der sich die direkten und indirekten Kosten von Adipositas auf rund 13 Milliarden Euro jährlich beliefen. Ein Mensch mit BMI über 35 kostet danach der Krankenkasse rund das Dreifache eines normalgewichtigen Versicherten (2006: 2.600 statt 850 Euro jährlich).
  • Eine weitere Studie des Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin des Klinikums rechts der Isar der TU München aus dem Jahr 2010 hat errechnet, dass bei den direkten Folgekosten von Adipositas Diabetes mellitus mit über 6,814 Mrd. Euro an der Spitze liegt, gefolgt von den Kosten für Herz- und Gefäßerkrankungen in Höhe von 1,920 Mrd. Euro und Arthrose mit 0,965 Mrd. Euro.
  • Zudem lassen sich immer mehr XXL-Patienten aus Verzweiflung operieren, weil sie ihr Gewicht sonst nicht in den Griff bekommen (vor allem Magenband-OPs). Mit gravierenden Folgen für das zukünftige soziale Leben. Denn das verkleinerte Fassungsvolumen des Magens lässt ein normales Essen und Genießen (zu Hause, im Restaurant oder bei Einladungen) anschließend nicht mehr zu. Doch der individuelle Leidensdruck ist so hoch, dass diese Einschränkungen in Kauf genommen werden. Kosten pro Jahr beispielsweise allein für die DAK: 4,4 Millionen Euro (Quelle: Focus online 19.7.2012).

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